8 Tipps zum Thema Mindful Eating

Eine Frage zu Beginn: Wann hast du das letzte mal ohne Handy, Fernseher oder Zeitung nebenher gegessen? Hintergrund der Frage ist, wenn wir uns nicht auf unser Essen konzentrieren und abgelenkt sind, merken wir oftmals nicht, wann sich unsere Sättigung einstellt und essen im Umkehrschluss mehr als nötig. Ausserdem schlingen wir deutlich häufiger, so dass wir das Essen nicht genügend kauen und Verdauungsbeschwerden bekommen können.

Daher dreht sich heute im Blog alles um das Thema Mindful Eating. Der Begriff Achtsames Essen entstammt ursprünglich aus dem Buddhismus und bedeutet Körperempfindungen, wie Hunger und Sättigung wieder bewusst wahrzunehmen und auf diese Signale des Körpers zu hören.

Forschungen zeigen, dass Mindful eating bei Gewichtsproblemen helfen kann und es dir leichter fällt die Finger von ungesunden Lebensmitteln zu lassen. Es ist besonders nützlich, um emotionales Essen (=Essen als Ausgleich, wenn ihr euch traurig, frustriert, gestresst fühlt) zu stoppen und Naschattacken zum vermeiden. Zudem zeigen erste Studien, dass gewisse Techniken von mindful eating auch den Stressabbau unterstützen und sich positiv auf die Behandlung von chronischen Magen-Darm-Störungen, Depressionen und Diabetes Typ II auswirken (Mehr lesen).

Mit den folgenden 8 Tipps von Ana, unserer Ernährungswissenschaftlerin, kannst du Schritt für Schritt neuen Essgewohnheiten erlernen, die dir bei einem gesünderen Leben helfen – viel Spass beim Ausprobieren!

1. Bildschirm aus!
Versuche während dem Essen alle Bildschirme, Zeitungen und Magazine vom Esstisch zu verbannen und deinem liebevoll zubereiteten Essen deine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Entspannende Musik ist erlaubt 😉

2. Langsames Essen
Stelle deinen Küchentimer auf 20 Minuten und nutze diese Zeit, um dein Mittag- oder Abendessen zu geniessen. So wirst du merken, dass sich langsam deine Sättigung einstellt. Unser Gehirn registriert nämlich erst nach 15 bis 20 Minuten, dass wir satt sind. Nehmen wir uns zu wenig Zeit, verpassen wir den Sättigungspunkt und essen zu viel.

3. 25 Mal kauen
Versuche beim Essen auf dein Kauen zu achten und mindestens 20-25 Mal pro Bissen zu kauen. Mache daraus kein stures Zählen. Probiere es einfach und nutze die gewonnene Zeit, um auf deinen Körper zu hören. Dabei kann dir helfen, das Besteck nach jedem Bissen auf den Tisch zu legen oder wenn bei asiatischem Essen die Essstäbchen rauszuholen 🙂

4. Konzentration!
Konzentriere dich auf den Geschmack, die Konsistenz und den Geruch deines Essens – Essen ist Genuss.

5. Sättigung erkennen – so klappt es
Versuche drauf zu achten nur so viel zu essen, dass du das Gefühl hast noch Platz für 2 weitere Esslöffel Platz zu haben. Gutes Kauen und langsames Essen helfen dir auch dabei, die Sättigung zu spüren.

6. Hand aufs Herz…
Bevor du den Kühlschrank öffnest, atme durch und fragen dich selbst: „Bin ich wirklich hungrig?“ Bist du dir unsicher, warte 10 Minuten und versuche dich abzulenken, wie zum Beispiel mit lesen oder einer Runde um den Block. Danach stellst du dir wieder die Frage: „Bin ich wirklich hungrig?“

7. Ein gemütliches Ambiente am Tisch schaffen
Essen in netter Gesellschaft, mit Familie oder Freunden und einem schön dekorierter Tisch wirk sich ebenfalls positiv auf dein Essenerlebnis aus. So macht das Geniessen gleich noch mehr Spass.

8. Know your food
Koche mit frischen, naturbelassenen Zutaten und verbanne Junk Food aus deinem Haus. Frisch zubereitetes Essen schmeckt besser und tut dir einfach gut!

Diese Tipps helfen dir, die Reaktion deines Körpers auf das Essen wieder bewusster wahrzunehmen und einen besseren Umgang mit dem Thema Essen zu haben. Starte langsam mit einer Mahlzeit pro Tag. Du lernst mir jedem Tag und Essen dazu. Eigne dir die neuen Gewohnheiten an und mit der Zeit kannst du sie bei jeder Mahlzeit spielerisch umsetzen.

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